FONAR Upright MRI im R.I. Altstetten – Offene MRT-Diagnostik für Patienten mit Platzangst
Seit 2013 steht RIMED-Unilabs im R.I. Altstetten das FONAR Upright MRI zur Verfügung – ein in der Schweiz einzigartiges MRT-System mit vollständig offenem Design.
Das Gerät ermöglicht Untersuchungen im Sitzen oder in angelehnter stehender Position und bietet damit eine wertvolle Alternative für Patientinnen und Patienten, die eine konventionelle MRI-Untersuchung im Liegen aufgrund von Platzangst oder Schmerzen nur schwer tolerieren.
Das Upright MRI eignet sich besonders für Untersuchungen des Schädels sowie der Wirbelsäule (HWS, BWS und LWS), aber auch Schultergelenke oder das Becken. Durch die aufrechte Position können in bestimmten Fällen funktionelle Aspekte der Anatomie besser beurteilt werden als in der klassischen Liegeposition.
Technische Daten:
Weltweit wurden nur ca. 150 Upright® Multi‑Position™ MRI‑Scanner installiert. Diese ungewöhnliche Technologie ist sehr selten – neben Standorten in den USA gibt es z.B. nur wenige Exemplare in West-Eurasien, in Deutschland, Griechenland und Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) sowie das unsrige in Zürich-Altstetten. 😊
Die Magnetfeldstärke beträgt 0,6 Tesla – stark genug für eine gute Bildqualität.
Die Raumkonstruktion basiert auf einem robusten Faradayschen Käfig aus 40T Eisen mit vertikal ausgerichteten Magnetpolen.
Zwischen diesen Polen bleibt ein offener Raum, welcher das typische enge Tunnelgefühl eliminiert. Das Gerät wird nachts komplett ausgeschaltet – das tägliche Hochfahren und Kalibrieren vor dem Betrieb ist notwendig und dauert 45min.
Im „True Open“-Design können Patientinnen und Patienten während der gesamten Untersuchung nach vorne blicken – auf den grossen Film-Monitor und direkt darunter durch ein noch grösseres Frontfenster direkt auf die betreuende Mitarbeiterin. So entsteht eine offene, vertrauensvolle Atmosphäre, die Platzangst spürbar reduziert.
„Für viele Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter Klaustrophobie ist das Upright MRI oft die einzige Möglichkeit, eine MRI-Untersuchung überhaupt durchführen zu können“, erklärt Dr. med. Thomas Sautter, leitender Radiologe im R.I. Altstetten.
„Die offene Bauweise ermöglicht eine ruhige und einfühlsame Betreuung während der gesamten Untersuchung.“
Aufgrund des geringen Magnetfelds gegenüber Hochfeldgeräten (3T) dauert eine Untersuchung im FONAR Upright MRI etwa 50-100% länger als in einem konventionellem MRI, oft auch bedingt durch die zeitintensive Patientenlagerung.
Entsprechend aufwendig ist auch die Betreuung der Patientinnen und Patienten.
Die speziell geschulten MTRAs werden während einer 4 wöchigen Einarbeitungsphase intensiv auf die besonderen Anforderungen vorbereitet. Regelmässig bekommen sie ein grosses Lob von sehr zufriedenen und dankbaren Patienten.
Einen wichtigen Beitrag zur ruhigen und unterstützenden Atmosphäre leistet auch das sehr freundliche und geduldige Sekretariatsteam am Empfang, das Patientinnen und Patienten bereits beim telefonischen Vorgespräch und beim Eintreffen vor Ort ein Gefühl von
Sicherheit und Vertrauen vermittelt. Trotz des erhöhten Zeitaufwands werden im R.I. Altstetten täglich 10–12 Patientinnen und Patienten untersucht.
Aufgrund der hohen Nachfrage von Patientinnen und Patienten aus der ganzen Schweiz sowie aus dem grenznahen Ausland wird auch über die Mittagszeit hinweg durchgearbeitet.
Ein besonderes diagnostisches Angebot stellt zudem die Defäkographie im Sitzen dar, die einmal pro Woche durch Fr. Dr. med. Bertschinger durchgeführt wird. Diese Untersuchung ermöglicht eine realitätsnahe funktionelle Beurteilung des Beckenbodens unter physiologischen Bedingungen.
Durch seine einzigartige offene Bauweise und die Möglichkeit der Untersuchung in aufrechter Position bleibt das FONAR Upright MRI im R.I. Altstetten ein wichtiges spezialisiertes Angebot innerhalb der radiologischen Diagnostik in der Schweiz.